Expopharm - Resumee
19. Oktober 2018

Expopharm - Resumee

Ich bin mit einer riesigen To-Do-Liste zur Expopharm gefahren.

Der Besuch hat sich gelohnt!

Dieses Jahr besuchte ich zum 7. Mal die Expopharm. Das erste Mal wurde ich vor knapp 11 Jahren von meinem Chef, bewaffnet mit dem Gutscheinheft, nach Düsseldorf geschickt. Wiedergekommen  bin ich mit vielen großen Taschen und noch mehr Infos und Papier.

In diesem Jahr besuchte ich die Expopharm mit ein paar Freunden in München. Diesmal ohne Gutscheinheft, dafür mit einer riesigen To-Do-Liste was ich mir unbedingt ansehen und anhören wollte.

Alte Hasen machen auch Fehler 
Die PTA-World war auf jeden Fall ein Muss. Besonders der Vortrag „Gute Kapsel, schlechte Kapsel“ hat mir sehr gut gefallen. Es ging darin um Fehlervermeidung bei der gravimetrischen Kapselherstellung. Es zwar beruhigend zu sehen, dass selbst Profis aus der Rezeptur manchmal Probleme mit der Tarierung haben. So hatten auch die Damen bei der Herstellung plötzlich einen unerklärlichen Pulverüberschuss gehabt.

Expertenwissen für's Labor
Auch wenn ich selbst nicht mehr in der Rezeptur stehe, finde ich diese Themen immer noch sehr spannend und interessant. Aus diesem Grund habe ich mich auch dem Rundgang 4 angeschlossen: „Expertenwissen für‘s Apothekenlabor“. Eine sehr interessante Tour, wo uns zuerst ein Update zu Dronabinolrezepturen erwartete. Das Handling dieser Rezeptur ist immer noch, allein durch die Prüfung des Dronabinols „besonders“. Da ich selbst es noch nie hergestellt habe, war ein theoretisches Update für mich sehr interessant. Vielleicht komme ich auch nochmal in den Genuss, ein Rezepturkit zu bestellen und daraus entsprechende Kapseln herzustellen.

Die Nah-Infrarot Untersuchungsmethode
Weiter ging‘s zu einem weiteren Stand, an dem uns eine Nah-Infrarot Untersuchungsmethode für Ausgangsstoffe vorgestellt wurde. Für Apotheken die sehr viele Rezepturen herstellen, kann diese Methode eine gute Möglichkeit sein, eine qualitative als auch quantitative Analyse in einem Schritt durchzuführen. Je nach Gerät füllt man nur noch die Substanz ein, gibt im EDV-Programm eine Analyse auf die gewünschte Substanz ein und drückt den Startknopf. Kurze Zeit später weiß man, ob es sich um die gewünschte Substanz handelt und bekommt ein Prüfprotokoll gleich dazu. Die Methode entspricht zudem den Anforderungen des Ph.Eur 8. Vom Handling ist die Methode natürlich super, aber es lohnt sich in meinen Augen auch nur, wenn man viele Rezeptursubstanzen prüfen muss.

Alle Prozessschritte verknüpfen
Danach besuchten wir die wohl bekanntesten Firma für Kruken: Wepa. Dort gab es aber keinen Krukenvortrag, sondern es wurde ein neues Labor- und Rezepturprogramm  vorgestellt. Ziel soll es sein alle Prozessschritte vom Einkauf, über die Identitätsprüfung, Inprozesskontrollen und Herstellung bis zur Abgabe miteinander zu verknüpfen. Für Apotheken mit vielen Rezepturen ist das bestimmt eine Erleichterung bei der Arbeit. Ob das bei uns notwendig ist, müsste wohl mein Kollege - Ja! Wir haben einen männliche PTA - entscheiden.

Rezepturhinweise online
Die letzte Station fand am Infostand des DAC/NRF statt. Auch hier ging es natürlich  wieder um das Thema Rezepturen. Wer übrigens auf der Suche nach Rezepturhinweisen oder bereits dokumentierten Rezepturen ist, sollte sich die Website des Deutschen Arzneimittel Codex unbedingt ansehen. Die Tour selbst kann ich jedem empfehlen, der sich für das Thema Rezeptur  interessiert. Auch im nächsten Jahr!

Selber testen, bevor wir empfehlen
Da das Thema PTA-Box in unserer Facebook-Gruppe sehr oft angesprochen wurde, musste ich mir natürlich auch davon ein Bild vor Ort machen.

Früher war ich auf mehreren Seiten Produkttesterin und habe gerne auch meine Freunde fürs Testen miteingespannt, die auch immer gerne mitgemacht haben. Speziell für uns in der Apotheke finde ich es klasse, dass wir in den Genuss kommen Produkte testen zu können bevor wie sie Kunden empfehlen. Zum einen fällt es einfacher, z.B. ein Serum und seine Vorzüge dem Kunden zu empfehlen, wenn man es selbst getestet hat. Infos zur Anwendung, Konsistenz und Nutzen kann man zwar auch vom Vertreter als Info bekommen, aber die Beratung wird in meinen Augen authentischer, wenn man ein Produkt selbst getestet hat. Ich für meinen Teil empfehle am liebsten Hersteller, deren Produkte mich persönlich überzeugt haben. 

Passende Fortbildung gewünscht
Besonders nützlich werden solche Aktionen dann, wenn die passende Fortbildung zu den Testprodukten mitgeliefert und man optimal auf die Beratung vorbereitet wird. Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass der PTA CHANNEL, wie ich gehört habe, demnächst auch Produkttests für uns anbietet.

Abnehmen voll im Trend
Ein weiteres Highlight war für mich auch der Almased Stand. Als Fortbildungsfan war das Quiz dort natürlich ein Muss. Abnehmprodukte waren überhaupt in diesem Jahr in besonders großer Anzahl anzutreffen. Fast überall gab’s etwas zum Probieren. So konnte ich mir schnell einen Überblick verschaffen, welches Produkt ich guten Gewissens an Kunden weiterempfehlen kann, und welches nicht.

Klein, aber oho
Allgemein hat sich das Bild der Expopharm in den letzten Jahren stark gewandelt. Viele große  Hersteller sind gar nicht mehr vor Ort,  dafür sind kleinere stärker vertreten. Ich habe das durchaus als Gewinn für uns PTA empfunden. Denn vor allem bei kleineren Firmen, hatte ich den Eindruck, geht man  besonders  gut auf uns ein und wir bekommen ausführliche  Beratungstipps an die Hand, um (klar!) Verkäufe in der Apotheke optimal  gestalten zu können.

Mir hat die Expopharm in diesem Jahr sehr gut gefallen, kommendes Jahr werde ich bestimmt in Düsseldorf wieder vor Ort sein!


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