Urlaubszeit – DER Stresstest für das Apotheken-Team
24. August 2018

Urlaubszeit – DER Stresstest für das Apotheken-Team

Am Urlaub der Kunden haben auch PTA ihre Freude. – Und was ist mit der eigenen Urlaubsplanung?

„Die Sonnencreme will ich nicht. Die macht so einen komisch weißen Film auf der Haut“- „Ihh die Kaugummis will ich nicht. Die machen den ganzen Mund taub und schmecken gar nicht. Gegen Übelkeit helfen die auch nicht wirklich“- „Kann ich das neue Junior für den nächsten Monat auch schon haben, dann kann ich im Auto was lesen bis wir in Italien sind!“  Ja vom Urlaub der Kunden, hat man auch als PTA was, wenn es gut läuft.

Und was ist mit unserem eigenen Urlaub?

Streng genommen gibt es im Leben einer PTA bis zu 3 verschiedene Arten von Familienurlaub:

  • die Urlaube mit den eigenen Eltern
  • die PTA Zeit ohne Kinder
  • die PTA Zeit mit (schulpflichtigen) Kindern

Das erste Beispiel kann sehr erholsam sein, man muss sich um nichts kümmern und fürs Rundum-Programm inklusive Verpflegung ist gesorgt.

Verreisen in der Nebensaison

Sobald man im Berufsleben steht, sieht die Sache doch etwas anders aus. Kinderlose oder Kolleginngen mit älteren Kindern werden gerne dafür beneidet, in der günstigen Nebensaison verreisen zu können.

Das kann zwar auf den ersten Blick von Vorteil sein, nur mal ehrlich: wer möchte nicht auch  im Juli oder August bei 30 Grad draußen, mal am Strand oder Baggersee liegen, anstatt in der Apotheke zu stehen und Kunden zu beraten,  welches Magen-Darm Mittel für Sophia das richtige für den 10 tägigen All-Inclusive Urlaub in Ägypten ist?

Absprache unter Kollegen: Wer darf, wenn alle wollen?

Oder was machen Kollegen/innen deren Partner/in im Schuldienst arbeitet und selbst auch nur in den Schulferien verreisen kann? Denn auch wer keine Kinder hat, hat immer noch ein Privatleben und sollte auch mal das „Recht“ bekommen, sich nicht immer zu 100% nach seinen Kollegen richten zu müssen. Dies kann z.B. auch mal die Planung von Brückentagen betreffen, an denen wohl jeder von uns gerne frei hat.

PTA mit Kindern

Mütter die als PTA arbeiten haben, stehen nicht gerade selten vor dem Problem, dass der Nachwuchs mehr freie Tage hat, als der Jahresurlaub in der Apotheke hergibt. Wenn Großeltern nicht als Babysitter einspringen können, oder keine Ferienbetreuung angeboten wird, kann es schon mal etwas komplizierter werden.

Eltern mit schulpflichtigen Kindern, dürfen vorranging in den Schulferien Urlaub nehmen, nur habe ich bisher auch erst in einer einzigen Apotheke gearbeitet, in der nur eine PTA Kinder hatte (diese waren zudem bereits 19,17 und 16). Viel häufiger ist die Konstellation: zwei PTAs in Vollzeit, mehrere in Teilzeit da sie Kinder haben, dazu noch die PKA die auch 2 Kinder in der Grundschule hat.

Stresstest Urlaubsplanung im Team

Egal wie gut ein Team zusammenarbeitet: die Planung der Urlaubszeit ist DER Stresstest für eine Apotheke. Wenn in dem oben genannten Beispiel nun eine PTA meint, sie fährt jedes Jahr im August zum Opa nach Kroatien für 4 Wochen, dann wird das den anderen bestimmt weniger gefallen. Erst recht, wenn der Chef die Regel aufstellt, es darf immer nur eine Angestellte verreisen.

Rollierendes System

Nur, was macht man in so einer Situation um allen gerecht zu werden? Bei uns in der Apotheke wurde das „rollierende System“ eingeführt. Sprich jeder durfte mal weg J. Wer im Jahr zuvor im August weg war, hatte halt im kommenden Jahr das Nachsehen, wenn eine andere PTA in der Zeit verreisen wollte mir ihren Kindern.

Zwar führt sowas auch gerne mal zum Streit im Team, weil der Opa dann so enttäuscht ist und die Pfingstferien als Alternative nur 2 Wochen lang sind, aber eine allgemeingültige Lösung die alle glücklich macht, findet man wohl nicht so schnell.

Kunden in der Urlaubszeit

Was ich zumindest beim Arbeiten während der Familienurlaubszeit gelernt habe: Kunden sind gefühlt in dieser Zeit um einiges freundlicher. Zum einen bestimmt weil gutes Wetter unsere Laune steigen lässt, zum anderen natürlich auch wegen der ganzen Vorfreude auf den Urlaub. Man kommt auch mal mit dem grimmigsten Kunden in Gespräch wenn er oder sie anfängt begeistert vom gebuchten Urlaub im Allgäu vorzuschwärmen wo sie jedes Jahr hinfährt weil sie die Berge so mag. Sowas kann auch gerne mal der Beginn einer tollen Kundenbeziehung werden.

Sommer in der Apotheke kann auch schön sein

Ich für meinen Teil, habe bisher gerne im Sommer gearbeitet, besonders in meine Praktikumsapotheke am Eugensplatz in Stuttgart. Die Apotheke ist inzwischen altersbedingt geschlossen worden, was mir aber sehr gut in Erinnerung blieb, war die Eisdiele Pinguin (gibt es immer noch und sie ist für ihr Eis in Stuttgart berühmt), in der uns unsere Chefin fast täglich mit Eis versorgt hat. Da hat man sich auf den Nachmittagskaffee immer besonders freut und kam auch im Hochsommer sehr gerne zur Arbeit.


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